Seelische Gesundheit

Seelische Gesundheit heißt:

Einheit mit sich selbst
und soziale Einheit mit Mitmenschen und in Gemeinschaften
bewusst erleben wollen und können.

 

Wir Menschen erleben seelische Gesundheit durch:

  1. psychisches Wohlbefinden ("Wellness"):
  2. sich selbst in persönlicher Integrität und Menschenwürde
    sowie in Einklang mit der natürlichen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Lebenswelt
    bewusst positiv erleben und verstehen können,
    mit Selbstvertrauen und Selbstwertschätzung

  3. selbstbestimmte und soziale Lebensgestaltung ("Life Skills", "Fitness"):
  4.  eigenes Leben in der natürlichen, ökonomischen, sozialen, kulturellen Lebenswelt
    bewusst, selbstbestimmt, sinnvoll, leistungsfähig, produktiv und sozial gestalten wollen und können,
    dabei in Gemeinschaften aktiv mitarbeiten und
    die Menschenwürde anderer Menschen achten und in Handlungen respektieren, 

  5. Bewältigungsfähigkeiten ("Coping"):
  6. Unsicherheiten, Belastungen und Leiderfahrungen als Anteile des Lebens begreifen
    und mit ihnen angemessen umgehen können (wahrnehmungsmäßig, gefühlsmäßig, geistig, handlungsmäßig).

  7. vertrauende und liebende Einstellungen, die über das eigene Leben hinausweisen ("Spiritualität"):
  8. erhöhtes Vertrauen: auf Geliebt-werden, auf eine Familie bzw. Lebensgemeinschaft, auf positive Einbindung in der Natur, auf die 'Geistliebe des Universums';
    liebende Einstellungen: zu nahe stehenden Menschen, zu Menschen denen man jeweils begegnet, zu hilfsbedürftigen Menschen;
    eine soziale Sinn-Orientierung mit einem Engagement für das Wohl anderer Menschen und für den Zusammenhalt von Gemeinschaften;
    ein Wille, in positiver Verbindung mit der 'Geistliebe des Universums' zu leben;
    Glauben und Vertrauen auf ein positives Weiterleben nach dem Tod.

Seelische Gesundheit bezieht sich auf die umfassende unsterbliche Seele eines Menschen und ihre geordnete Einbettung ins Universum.

 

Wir Menschen fördern psychische Gesundheit für uns selbst und unsere Mitmenschen durch

  1. selbstbezogene Kompetenzen:
    • Wohlbefinden und Gesundheit regelmäßig bewusst erleben und aktivieren
    •  eigenes, selbst bestimmtes Wollen als zentrale seelische Kraft regelmäßig trainieren
    • für konkretes Wollen entsprechende Fähigkeiten einüben
    • von spontanen Gedanken mit bewussten Atemzügen zu besinnlichem Nachdenken kommen
    • körperliche Empfindungen, Gefühle und Vernunft positv miteinander verbinden
    • seelische Gesundheit durch Selbsthilfe gezielt fördern, erhalten, wiederherstellen
    • Fähigkeiten zur Lösung von konkreten Problemen und Konflikten verbessern
  2. soziale Kompetenzen:
    • respektvolle Kommunikationen üben
    • stabile verlässliche zwischenmenschliche Beziehungen achtsam gestalten
    • Gruppen- und Gemeinschaftsprozesse geeignet gestalten
    • konkrete soziale Probleme und Konflikte fair lösen
    • Möglichkeiten und Wege sozialer Unterstützung entdecken und nutzen
  3. Angebote sozialer Unterstützungsmöglichkeiten für Mitmenschen:
    • in unseren Lebens-, Arbeits- und Freizeitgemeinschaften
    • in Selbsthilfegruppen
    • in Prozessen professioneller Unterstützung
  4. Aktivitäten für positive ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Lebensbedingungen:
    • für eine gesunde ökologische Umwelt
    • für sozial gerechte und ausgleichende ökonomische Lebensbedingungen
    • für soziale und kulturelle Lebensbedingungen,
      die auf der Achtung der Menschenwürde aller Menschen beruhen
  5. Aktivitäten für lebensbejahendes spirituelles bzw. religiöses Glauben, Hoffen und Lieben

Wenn wir seelische Gesundheit für uns selbst und unsere Mitmenschen fördern,
fördern wir auch Vorbeugung, Heilungschancen und Erholungsmöglichkeiten in Bezug auf körperliche und seelische Leiden.

Weitere Literatur dazu von mir:
Seelische Gesundheit durch Beratung und Therapie fördern